Spielbericht: Cup-Aus in Lustenau
Otar Kiteishvili, Emran Soglo, Gizo Mamageishvili, Seedy Jatta, Philip Rozga, Leon Grgic, Nelson Weiper, Daniil Khudyakov, Arjan Malic und auch Fabio Ingolitsch: Sie alle konnten dem SK Sturm offiziell bestenfalls von einer der schicken neuen Tribünen im Lustenauer Reichshofstadion aus die Daumen drücken können, als es im letzten Achtelfinalspiel des ÖFB-Cups am Donnerstagabend gegen die Lustenauer Austria ums Weiterkommen ging. Mit dem LASK, dem TSV Hartberg, Rapid Wien, RB Salzburg, der WSG Tirol, der Welser Hertha und dem SCR Altach konnten sich in beinahe allen Achtelfinalbegegnungen die Favoriten durchsetzen. Nur der heftig krisengebeutelte Wolfsberger AC musste sich gegen den Underdog mit 0:1 geschlagen geben. Der Aufzählungen noch nicht genug, reisten die Grazer mit einer langen Liste an Partien seit der Länderspielpause in den Beinen an, die vor allem ob der besorgniserregenden Personalsituation schon einigermaßen schwer wiegt und der Favoritenrolle eine nicht unerhebliche Hypothek beifügt. Innerhalb von drei Wochen hatten die Schwarz-weißen es mit AFC Bournemouth, Olympique Marseille, der Wiener Austria, dem GAK und auch der SV Ried zu tun bekommen. Außerdem haben sie gegen Lustenau in der Ferne bisher lediglich zwei Remis zu Buche stehen. Auf der Trainerbank übernahm Christoph Witamwas während Ingolitschs Sedisvakanz die Verantwortung.

(c) SturmTifo.com
Katastrophenstart
Dieser durfte trotz der schwierigen Umstände eine bekanntermaßen starke Truppe auf den Platz schicken, die dank der umsichtigen Kaderpolitik Michael Parensens auch das Potenzial hat, zur „Einsergarnitur“ zu werden. Dementsprechend setzten die Gäste schnell erste offensive Duftmarken: Schon in der 2. Minute schloss Valmir Matoshi gefährlich ab, wenig später kam er zu seiner zweiten Chance – beide Male per Volley und nach Einwurf Joshua Quarshies. Die Lustenauer Austria ließ sich das aber nicht lange gefallen und nahm schnell Fahrt auf, Sturm hingegen wirkte zusehends gehemmt. In der 12. Minute rettete Ammar Helac in allerhöchster Not, als Dominik Weixelbraun im Grazer Fünfmeterraum zum Schuss kam. Wenig später war er bei Lenn Jastremskis Kopfball gegen den Lauf dann chancenlos – 1:0 für die Gastgeber und gleich zweimal eklatante Unsicherheiten in der Defensive. Fabian Gmeiner und vor allem auch Seydou Diarra hatten es mit ihrer Vorarbeit für diesen Treffer viel zu leicht. Selbes galt auch für das 2:0 in der 27. Minute durch Weixelbraun – wieder fehlten Zuordnung und Nachdruck in der Defensive. Es zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt schon eine Blamage ab.

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Reaktion gefragt
Vorentscheidenden Charakter hätte Diarras Versuch in der 29. Minute nach dem nächsten schwerwiegenden Fehler Sturms bei Erfolg haben können. Zum Glück jagte er den Ball allein vor dem Grazer Tor über die Querlatte. Der Abend drohte zur Vollkatastrophe zu werden, der SK Sturm enttäuschte in der ersten halben Stunde auf ganzer Linie. Nennenswerte Offensivaktionen aus dem Spiel waren seitens der Grazer kaum zu sehen und hinten ließ man sich zu oft viel zu leicht übertölpeln. Einen potenziellen Zündfunken lieferte dann allerdings Petar Petrovic, der per Kopf nach Simon Seidls Freistoß den Anschlusstreffer erzielte (36.). Damit leitete er tatsächlich so etwas wie eine Schlussoffensive für die erste Halbzeit ein. Zuerst scheiterte Oumar Diakité nach einem Eckball knapp, nur Sekunden später Matoshi und Jon Gorenc Stankovic nach einem weiteren Freistoß. Kurz vor der Pause wurde dann noch eine Seidl-Flanke zum Torschuss abgefälscht, mit dem Schlussmann Dominik Schierl aber keinerlei Probleme hatte.
Mangelnde Ernsthaftigkeit
Um das Ruder noch herumzureißen, würden die Schwoazn mehr Ernsthaftigkeit in ein Spiel einbringen müssen, in dem sie bisher hauptsächlich durch Nachlässigkeit glänzten. Über weite Strecken hatte man in der ersten Halbzeit das Gefühl, sie wären in Zweikämpfen grundsätzlich zu spät dran und in der Arbeit gegen den Ball nicht konsequent genug. So kam auch Jastremski kurz nach Wiederankick zu seiner nächsten sehr guten Chance, mit der er Helac allerdings nicht herauszufordern vermochte – wieder wurde den Vorarlbergern ein Abschluss viel zu leicht gemacht. Dass man sich in den ersten 15 Minuten nach der Pause gleich drei gelbe Karten abholte (Stankovic, Petrovic, Balbo), zeigte vielleicht, dass man wenigstens versuchte, den spielerischen Unzulänglichkeiten des Abends durch Biss und Aggressivität beizukommen.

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Cup-Aus besiegelt?
Brotlos – denn wieder bereitete katastrophales Abwehrverhalten den Weg für einen Treffer des Heimteams. In der 65. Minute kam Jastremski zu seinem zweiten Tor – 3:1 für die Gastgeber. Sturm schenkte den Cup auf klägliche Art und Weise her – man hatte offensiv nichts zu melden und war gegen den Zehnten der Bundesliga auch defensiv nicht konkurrenzfähig. Jastremski hätte in der 67. Minute dann auch das 4:1 erzielen können, wenn nicht sogar müssen. Für den ersten Torschuss Sturms in der zweiten Spielhälfte sorgte Simon Seidl erst in der 74. Minute. Bis dahin waren die Grazer nach dem Seitenwechsel komplett harmlos. Lustenau konnte sich mit komfortablem Vorsprung aufs Verteidigen konzentrieren. Mit der Hereinnahme des wieder genesenen Jürgen Heil kam dann wenigstens etwas Schwung in die Partie und völlig aus dem Nichts gelang Sturm durch Simon Seidl plötzlich der erneute Anschlusstreffer (81.). In der 85. Minute hatte Petrovic dann sogar den Ausgleich auf dem Fuß, beförderte den Ball aus kürzester Distanz aber über das Tor. Ein letztes Aufbäumen gegen das Aus im Cup. Koller setzte den Ball in der 87. Minute ins Außennetz. Diarra scheiterte auf der Gegenseite gleich zweimal und verpasste die endgültige Entscheidung. Diakité – unüblich für ihn – ließ nur kurz darauf einen Sitzer aus, der seine Mannschaft in die Verlängerung gerettet hätte. Ein vermeintliches Tor gab es in der Nachspielzeit noch zu sehen, den Gastgebern wurde es wegen Abseits jedoch aberkannt. Somit blieb es beim 3:2 für die Gastgeber und dem verdienten Cup-Aus für Sturm.


Wenn nicht „alle zu 100% ihre Leistung erbringen“, bekommt man so ein Resultat.
Hoffentlich kein Beinbruch für das Spiel gegen den WAC.
Die heutige Leistung ist der Tiefpunk der bisher überschaubaren Saison.
Letzte Saison gegen Altach und heuer eine Runde früher gegen Lustenau, wir steigern uns. Bin sehr enttäuscht von der Leistung. Wir sind mittlerweile weit hinten lask, rapid und Salzburg zurück. betrifft die Einstellung, die Disziplin und leider auch die Qualität. Die Verletzungen sind nur ein Teil der jetzigen Misere. Der nackenschlag wäre noch eine Niederlage gegen den wac und gegen die slowenien in der EL.
bist deppert. so schwach heute. verdient ausgeschieden. das ganze Spiel über, war Sturm schlechter. wenn uns Lustenau heute 5-6 Tore macht, dürfen wir uns auch nicht beschwerden.
Auch wenn wir im Cup jetzt ausgeschieden sind, glaube ich dennoch auf eine, mindestens akzeptable, Saison. Ich wünsche mir einen Aufstieg in der Europa League, diese Hoffnung gebe ich nicht auf. Auch wenn wir wahrscheinlich unsere einzige Titelchance für heuer vernichtet haben.
Verlieren kannst immer, auch im Cup. Aber Lustenau war heute mind. 1-2 Klassen besser…des kannst ned bringen egal wieviele verletzt sind – weil wenns ned mal die Qualität haben gegen Lustenau zumindest auf Augenhöhe zu sein sinds fehl am Platz. Man kann nur hoffen in der EL und der Liga sind die Burschen jetzt doppelt motiviert weil das heute war schon skandalös schwach.
Ich finde man kann ein Cup-Spiel mit Pech verlieren, aber man darf niemals gegen Lustenau verdient raus fliegen.
Ich glaube auch, dass das große Problem die vielen Verletzten und nicht fitten Spieler sind. Und garnicht von der Frische oder Energie her, sondern es fehlt einfach extrem der Druck von der Bank aus. Quashie hat heute zum wiederholten Male einen Glanztag mit mehreren Aussetzern gehabt, aber mit wem willst du ihn ersetzen? Geyerhofer? Dem noch immer angeschlagenen Vallci, damit der dir noch länger ausfällt? Und wer soll dann einwerfen?
Es gibt halt im Moment gefühlt keinen Konkurrenzkampf. Mit was willst du einen Spieler in so einer Situation in der Halbzeit „drohen“? Konzentrier dich, oder du verlierst deinen Stammplatz an einen Spieler, den wir nicht mehr wollen und der in der 2. schon nicht wirklich positiv auffällt?
Das sehe ich ähnlich: Wer ist eine ernsthafte Alternative auf der Bank? Momentan muss es die Startelf richten oder man kann das Spiel abhaken. Wer soll von der Bank kommend für Schwung in der Offensive sorgen? Beganovic? Kayombo? Wlodarzyk?
Das heutige Spiel war wirklich unterirdisch, denn man gewann weder die zweiten Bälle noch generell Zweikämpfe und war in jedem Duell mindestens einen Schritt zu spät dran.
Die Mannschaft ist überspielt und es gibt durch die vielen Verletzungen und die Sperre auch wenig bis keine Alternativen – aber so DERMAßEN untergehen darf man gegen Lustenau nicht. Wenn noch 2 bis 3 Gegentore fallen, dürften wir uns auch nicht beschweren.
Zusätzlich negativ sind mir auch die vielen wirklich unnötigen Gelben aufgefallen. Zwischendurch war ich mir schon ziemlich sicher, dass wir die Partie schon wieder nicht mit 11 Mann beenden.
Schön langsam werden die Cup-Auftritte peinlich: Voriges Jahr das Aus gegen Altach (immerhin im Viertelfinale), heuer das mehr als verdiente Aus gegen Lustenau schon im Achtelfinale. Extrem schade vor allem im Hinblick auf die nächste EC-Saison: 2027/28 startet der Cupsieger immerhin in der ersten Europa-League-Qualirunde (wodurch man sich ein verlorenes Duell leisten kann und in die Conference-League-Quali umsteigt), abgesehen vom (heuer bereits unrealistischen) Meister starten die restlichen EC-Teilnehmer in der zweiten Conference-League-Qualirunde und es gilt von Anfang an: Verlieren verboten!
@TheHerbst: auch Quarshie hat sich im Spiel gegen Ried eine Verletzung im Knöchel zugezogen. Er war also auch nicht bei 100%, musste aber trotzdem spielen. Das sagt alles. Wir kommen gerade am Zahnfleisch daher und sind absolut am Limit. Von der Bank kommt nix mehr und auch von der 2er gibt es keine namhafte Verstärkung. Das sind alles immer noch Menschen und keine Maschinen! Unter den Umständen hätte ich Wloda und Kayombo zumindest eingewechselt. Das war für mich unverständlich. Die Niederlage tut weh, auch wegen der langen Anreise was nochmals kraft und Ressourcen gekoszet hat, aber sie ist leider nachvollziehbar.
Leider ganz schwache Vorstellung heute! Da gibt es nichts schön zu reden. DieJammerei über die lange Verletztenliste, dreifach Belastung, und, und, und…. kann ich auch schon nicht mehr hören, irgendwann ist dann mal genug! Man sollte zur Tagesordnung übergehen und wieder konzentriert arbeiten! Der Knackpunkt war schon letzten Sonntag, als man 2 unnötige rote Karten erhalten hat, das Endergebnis sei jetzt mal dahingestellt. Statt mit gutem Beispiel voranzugehen bringt der Trainer auch noch, zu allem Überfluss, Unruhe hinein. Und bitte hören wir wieder auf mit den Schiedsrichterentscheidungen zu hadern! Das Momentum ist halt gerade nicht auf unserer Seite. Wir können das aber nur mit disziplinierter Arbeit wieder zurechtrücken und nicht in dem wir in Selbstmitleid ertrinken und uns mit dem Schiedsrichtern streiten.
Zu 100% deiner Meinung!
Jeder jammert nur, Ja, die einen haben mehr die anderen weniger Verletzte.
Aber es wurde ja immer gesagt das der Kader groß genug ist, und für Lustenau sollte es auch mit der B Mannschaft reichen wenn man konkurrenzfähig sein möchte.
Vom Jammern bekommt man das Momentum nicht auf seine Seite.
Und in den letzten Wochen waren auch keine groben Fehlentscheidungen seitens Schiedsrichter dabei.
Meine Meinung: es sind einfach zu viele verletzt. Jene die immer spielen haben in den letzten Wochen ein Mammutprogramm absolviert. Weinhandl und Hödl gefühlt in jedem Spiel am Platz. Diakite spielt auch immer usw. Aber wo sin€ die Alternativen? Klar hätte man zur Entlastung Kayombo und Halwachs rein geben können. Aber die Mannsvhaft ist überspielt.
Eigentlich wurde schon alles geschrieben. Wir waren heute in allen Bereichen gegen Lustenau unterlegen. Die waren um mindestens eine Klasse stärker. Heute hätten wir wahrscheinlich gegen jeden Gegner, also auch gegen Wels verloren. Schaut so aus als wären wir überspielt und aus Mangel an Alternativen müssen jedes mal die selben elf, zwölf Spieler spielen. Vielleicht hätten wir zum Schluss anstatt stanko, der sich nur mehr über dem Platz geschleppt hat, wloda oder kayombo bringen sollen. Wenn wir die Müdigkeit nicht wegstecken können, dann werden wir bis zur länderspielpause nicht mehr viele Punkte holen. Aber wann kommen endlich wichtige verletzte Spieler retour und sind sie dann auch eine Verstärkung? Heute wurde ganz viel für diese Saison zerstört, dass hoffentlich mit einem anderen Gesicht und mit einem Sieg gegen den wac teilweise wieder gekittet werden kann. Der wac hat aber auch wieder zwei Tagen mehr Regeneration. Habe für Sonntag nach der heutigen Leistung kein gutes Gefühl. Wir werden uns für die nächste Saison ohne Europacup abfinden müssen und uns an die letzten sehr erfolgreichen Jahre mit Freude zurück erinnern.
Grauenhaftes Spiel, die ganzen 90 Minuten. Wenn du im Kopf nicht bei 100% bist (rede vom Kopf und nicht von den müden beiden), dann hast du die Bedeutung vom Cup nicht ganz verstanden. Im ganzen Verein wird immer nach außen hin gepredigt wie wichtig der Cup ist und dann so eine Leistung.
Also in meinen knapp 20 Jahren aktiver Fußball Karriere war ich in Cup spiele (ja war im Unterhaus) immer doppelt motiviert, darum fällt mir das ganze noch schwerer so hinzunehmen.
50% schuld der Mannschaft, 50% Ingo weil er einfach mal Wloda und Kayombo hätte bringen können und dann z.B. mit Diakite reagieren. Auch im MF mal Halwachs statt Weinhandl.
International für nächste Saison, so realistisch sollte jeder sein, wird es nicht geben.
ja, das war gestern kein Ruhmesblatt… extremst fehleranfällig, keine Schärfe in den Zweikämpfen, viele Fehler im Stellungsspiel, usw
Tut natürlich weh im Cup auszuscheiden, tat es aber auch letztes Jahr und in den 110 anderen Saisons, in denen wir nicht ins Finale gekommen sind. Aber gut, Spiel vorbei, war halt so.
ich finds nur etwas befremdlich, wenn nach den letzten Spielen, die allesamt sehr erfolgreich verlaufen sind (Ried war auch eine starke Willensleistung am Ende) UND gleichzeitig dem Fehlen von 10 Stammspielern bzw potenziellen Stammspielern, nun so gesudert wird. ja, war ein sehr schlechtes Spiel, ABER nur quasi Stunden davor war die allgemeine Meinung, dass es ja an Wunder grenzt, dass wir so performen, obwohl der Kader so dünn ist. Da sollte es dann nicht überraschen, dass halt auch mal solche Leistungen passieren können.
Wichtig ist somit nicht das schlechte Cupspiel, sondern die Performance in den nächsten Wochen und die Reaktion auf die gestrige Leistung. Die gilts zu bewerten.
Aber bitte net jetzt schon ins Sudern kommen. Das is sinnlos
100% Zustimmung. 1 schlechtes egalisiert nicht die 5-6 tollen Spiele davor, u.a. gegen Marseilles, LASK und Rennes. Und da hat so ziemlich die selbe Mannschaft gespielt wie gestern. War halt nicht unser Tag gestern, jener der Lustenauer schon. Und dann kannst schon Mal 3-2 verlieren. Dass es an den Ausfällen oder Überspielung liegt, denk ich nicht. Sonst hätten wir Marseilles und evt auch auch die Roten nicht zerlegt
Natürlich ist im nächsten Spiel eine Reaktion gefordert. Allerdings fehlen uns von den Verletzten für die Startelf lediglich Kite, Soglo, Rozga und Weiper. Bei den übrigen Ausfällen handelt es sich um Einwechselspieler, deren Fehlen die Qualität auf dem Platz nicht dramatisch sinken lässt. Wir bieten derzeit trotz allem eine sehr spielstarke erste Garnitur auf.
Also, ich würde sagen Khudyakov fehlt hier, auch wenn er kein Feldspieler ist und auch, wenn es gestern nicht an Helac gelegen ist. Hätten wir schon 5 von 11 Spielern.
Außerdem waren Mamageishvili u. Jatta durchaus Startspieler, wenn auch nicht immer. Dazu noch Vallci, der auch nicht fit ist, und der (sicher aus eigenem Verschulden aber dennoch) gesperrte Malic. Von mir aus sagen wir die in diesem Absatz genannten sind Ergänzungsspieler. Aber auch die können mal einen richtig guten Tag erwischen und vielleicht jemand anderen ersetzen, der mal einen schlechten Tag hat, oder einfach etwas frischen Wind von der Bank bringen.
Also ich finde, wenn 40 % der potenziellen Top-Spieler am Feld + der Torhüter + mehrere stellenweise immer wieder richtig gute Kaderspieler fehlen, ist das schon eine echte Herausforderung!
Möchte dennoch natürlich die Leistung von gestern nicht schönreden; denke auch, dass das die Spieler allesamt nicht anders sehen werden. Aber, wen ich noch aus dem Spiel gegen Ried positiv hervorheben möchte, ist Halwachs: Die Vor-Vorabeit zum Ausgleich war einfach richtig cool! Intelligent, mutig und zum Glück auch noch belohnt!
Alles in allem: Hoffentlich zeigen wir am So. wieder ein anderes Gesicht!
„Trotz einer Nacht dazwischen bin ich immer noch fassungslos von unserer gestrigen Leistung und der daraus resultierenden Niederlage gegen Lustenau. Wir haben in dieser Saison zweimal gegen Lustenau gespielt und waren in beiden Spielen die schlechtere Mannschaft. Wohlgemerkt gegen den Aufsteiger und einen Gegner, der bisher die meisten Tore der Bundesliga kassiert hat. Dessen Verteidigung eine gewaltige Schwachstelle ist – und gegen die haben wir keine Chance gehabt und verdient verloren.
Ich verstehe nicht, dass man nicht in jedem Spiel 100 % Leistung abrufen kann, denn das ist gegen jeden Gegner notwendig. Vor nicht allzu langer Zeit wurde Parensen für seine letzte Transferperiode bereits mit einer Eins benotet. Auf den ersten Blick würde ich diese Bewertung bestätigen, nur: Was bringt es, wenn wir die neuen Spieler subjektiv als große Verstärkung sehen, sie auf dem Platz dann aber die Erwartungen nicht erfüllen? Möchte mir gar nicht vorstellen, wenn Diakite einmal ausfällt (hatte leider die letzten beiden Spiele auch nicht überzeugt) – dann spielen unsere restlichen Stürmer, die zwar bemüht sind, aber leider keine Tore schießen. Und da spreche ich auch von den derzeit verletzten Stürmern.“
Lasst jetzt einmal die Kirche im Dorf und den Uhrturm am Schloßberg! Für Mannschaften wie Lustenau, die von Meisterschaftsbeginn an gegen den Abstieg kämpfen, ist der Cup wirklich das „Gefäß der guten Hoffnung“, auf die Cupspiele wird schon wochenlang hin gearbeitet. Sturm tanzt zugleich auf vielen Hochzeiten, wenn dann noch der Verletzungsteufel wütet, ist es schwer für das „letzte Dutzend“, konstant die volle Leistung zu bringen.
Es wird Zeit wieder einen Mentalcoach einzustellen, oder gibts aktuell eh einen? Es kann mal passieren, dass man einen schlechten Tag erwischt aber es ist ja ein bisschen ein Muster, dass gegen Marseille gewonnen wird und gegen kleine Gegner erkennt man Sturm nicht wieder.
naja, den GAK hamma auch zerlegt und gegen Ried bei elf gegen elf waren wir auch überlegen. ich sehs so wie viele oben geschrieben haben – Niederlage schmerzt, vor allem das „wie“, ich würde aber aufgrund de einen Spiels nicht wieder alles hingterfragen, was an sich funktioniert. schaut mal die anderen an – LASK mit viel Glück gegen Ried nicht ausgeschieden, auch Salzburg keineswegs souverän. die kleinen ärgern oftmals die großen im Cup, ist uns wohl auch schon öfter passiert…
Ich hinterfrage nicht alles, sondern den Umstand des Mentalcoachs. Ich finde das ist etwas extrem wichtiges und ich bilde mir ein, den hat man nicht mehr. Und da denke ich spart man an der falschen Stelle.
Ich möchte auch nicht, dass das so klingt als wäre alles schlecht, nur wegen einer unnötigen Niederlage, so etwas passiert. Aber trotzdem muss man daraus lernen, und ich bin der Meinung, da fehlt es.
Natürlich gibt es immer mehrere Sichtweisen auf unsere Leistungen in dieser Saison. Ebenso gibt es immer Gründe für Niederlagen oder den Versuch, Erklärungen dafür zu finden. Sei es die lange Verletztenliste oder das Fehlen von Schlüsselspielern (hier lässt sich zum Beispiel Kite anführen) – das Fehlen von zehn Stammspielern darf jedoch keine Ausrede für die gestrige Leistung sein.
Sicher kann man sagen: „Egal, wir sind halt im Cup ausgeschieden. Letztes Jahr war es eine Runde später, das Jahr davor auch.“ Man kann sich einreden, dass so etwas eben passiert, dass der Gegner – obwohl er die Schießbude der Liga ist – einfach topmotiviert war und wir nicht bei 100%. Eines ist aber auch klar, und da reichen die fünf bis sechs bisher tollen Spiele nicht aus: Seit der Saison 2019/20 hatten wir nach zehn Runden nie weniger Punkte als zum jetzigen Zeitpunkt. Es ist natürlich leicht, Ausreden und Gründe zu finden, um schwache Leistungen und Niederlagen zu rechtfertigen.
Ich vertraue unserem Team und dem Trainerstab, dass schon am Sonntag wieder ein Sieg eingefahren wird und wir am Donnerstag gegen Celje nachlegen. Sollte es aus welchen Gründen auch immer dennoch nicht gelingen, diese Spiele zu gewinnen, wird die Welt zwar nicht untergehen – aber es wird verdammt schwer, wenn nicht unmöglich, unsere gesteckten Ziele in dieser Saison auch nur ansatzweise zu erreichen.
EC sollte schon das Ziel sei, ergo Platz 4 und das elendige Playoff als letzte Chance. Bis dahin sollte es möglich sein Platz 4 zu halten. Und dann sollten auch genug Spieler wieder fit sein damit man das Playoff gewinnen kann. Den Ausweg Cup hat man gekonnt vergeigt. EL werden wir auch eher ned gewinnen befürchte ich also muss es über die Liga passieren.
Von Meister zu Vizemeister zu Platz 5 oder schlechter wäre mMn. nicht akzeptabel in 3 Saisonen.
@Schworza99
vollkommen richtig muss Platz 4 das Ziel sein, aber selbst bei einer Teilnahme für die Quali in der CFL werden wir die Hürden bis in die Gruppenphase nicht schaffen, selbst dann nicht wenn wir jedes mal gesetzt sein sollten.